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Antennen- und Satellitenanlagen
Komfortabel und zukunftssicher

Umrüstung auf Digitalsatellitenempfang

In Miet- wohnungen mit einem digitalen Satelitten- empfangs- und Verteilsystem steht das gesamte Programm- und Dienst-Angebot zur Verfügung


Seit Ende 1999 beziehen rund zwölf Millionen Haushalte in Deutschland ihre TV-/Radioprogramme über das Astra-System - davon bereits 520 000 über einen Digitalsatellitenreceiver. Im Jahr 2000 soll sich dieser Trend ähnlich rasant fortsetzen.
Durch die steigende Akzeptanz des Digitalsatellitenempfangs wird sich der Trend bei den Programmanbietern zur digitalen Verbreitung ihrer Programme verstärken, vornehmlich aus Kostengründen. Es ist zu erwarten, dass die derzeitige - sehr teure - parallele Ausstrahlung der Programme in analoger (PAL) und digitaler Übertragungsnorm (MPEG2/DVB) im Laufe der nächsten Jahre schrittweise aufgegeben wird.
Wer jetzt auf eine digitale Satellitenempfangsanlage setzt, ist zweifellos nicht nur in den nächsten zehn Jahren auf der zukunftssicheren und wirtschaftlichen Seite des Tv-/Radioempfanges sowie des Multimedia-Angebotes. Darüber hinaus gibt es weitere Gründe, jetzt auf digitalen Satelliten-empfang umzurüsten:
  • größere Programmvielfalt durch Spartenprogramme
  • sofortige Verfügbarkeit der Programme und Dienste
  • Umgehen von ,,Programmfiltern"
  • Direktempfang von internationalen Programmen nach Wahl
  • Nutzung neuartiger, auch interaktiver Multimedia-TV- und Datendienste
  • Qualitätsverbesserung
  • Wirtschaftlichkeit
  • elektronischer Programmführer
  • Vereinfachung der Installation und der Programmspeicherung sowie
  • Beenden der ,,Schüssel-Streitigkeiten" in der Wohnungswirtschaft.

Digitalsatellitenempfang für ,,mehr freie Auswahl"

Da statt eines analogen TV-Programmes pro Transponder auf dem Satelliten bei der digitalen Ubertragungsnorm sechs bis zehn TV-Programme untergebracht werden können, sinken die Mietkosten für die Programmanbieter. Deshalb können neben den sogenannten Vollprogrammen vor allem mehr Spartenprogramme (Dokumentationen, Sport, Musik, Reisen, Kinderprogramme, Wetter etc.) und fremdsprachige Tv-Programme angeboten werden.
Über Satellit sind die digitalen TV-und Radioprogramme sowie die Multimedia-Dienste sofort und direkt verfügbar, im Gegensatz zu Breitbandkabelsystemen, wo eine ,,Programmfilterung" durch Landesmedienanstalten, Kabelnetzbetreiber und Kanalknappheit stattfindet.
,,Auf dem flachen Land", wo sich Breitbandkabel für Netzbetreiber nicht rechnen, ist der Satellitenempfang oft die einzige Chance, an der Programm- und Dienstevielfalt zu partizipieren. Das gilt auch für die Hochgeschwindigkeitsdatenübertragung, die nur in größeren Städten per Telekom-Kabel (beispielsweise T-DSL) verfügbar ist.
Digitale Satellitensysteme sind mittlerweile auch elektronische Dienstleistungsplattformen für Home-Shopping, Telelearning, Home-Banking und Online-Dienste mit Hochgeschwindigkeits-Internetzugängen.




Hohe Qualität bei Bild und Ton durch digitale Übertragungsnorm

Die digitale Übertragungsnorm bietet eine hohe Qualität, da die Anteile aus dem Farbrauschen reduziert sind oder ganz fehlen. Außerdem sorgt eine digitale Fehlerkorrektur für sehr gute Bild-und Tonqualität, wo sonst schon erste ,,Fischchen" beim analogen Empfang auf dem Bildschirm stören. Die Digitaltechnil< unterstützt einen einfachen Formatwechsel zwischen den Bildformaten (16:9 Breitbildfernsehen). Im digitalen Übertragungsverfahren besitzt der Ton nahezu eine CD-Qualität, die Dolby SurroundTontechnik macht Filme und andere Beiträge zum Hörerlebnis.
Die Kosten für die einmalige Investition in eine digitaltaugliche Satelliten-empfangs- und Verteilanlage sind dank der flexibel nutzbaren Struktur äußerst günstig, da spätere Erweiterungen oder Veränderungen in der Verteilstruktur unnötig sind. Ständig ist das gesamte Frequenzband mit allen Programmen/Diensten an jeder Teilnehmerdose verfügban Für den Zuschauer und Nutzer ist die einmalige Anfangsinvestition zudem überschaubarer als die monatlichen Entgeltzahlungen beispielsweise bei Breitbandkabelnetzen, die sich wegen der einzurechnenden Preissteigerungen zu ungeahnten Beträgen summieren.
Für Komfort bei der digitalen Programmnutzung sorgt der EPG (Electronic Programme Guide). Dieser bietet unter anderem eine thematische und zeitliche übersichtliche Darstellung aller Programme und erlaubt das Suchen nach Sparten (Sport, Filme, Nachrichten etc.) und vieles mehr
Die Installation einer digitaltauglichen Satellitenempfangsanlage ist relativ einfach, sofern für die Stern- beziehungsweise Etagensternstruktur entsprechende Leerrohrsysteme vorhanden sind. Eine Außeneinheit für analogen Empfang kann bis auf den LNB weiter verwendet werden. Bei den übrigen Verteilkomponenten muss auf Digitaltauglichkeit geachtet werden. Die Programmierung der Digitalreceiver erfolgt durch einen automatischen Programmsuch- und Speichervorgang.
Die Installation wird aber auch deshalb unkomplizierter, weil je nach Programmwünschen die bisherige Empfangsnotwendigkeit weiterer Satelliten entbehrlich wird, da analoge TV-Programme verschiedener Satelliten nun zusätzlich auch über Astra digital verbreitet werden. Dadurch entfällt ein zweiter LNB, und der Multischalter kommt mit weniger Eingängen aus.



Schrittweise Umrüstung auf Digitaltechnik möglich


Der Wechsel auf Digitaltechnilk muss nicht abrupt erfolgen. Es können ohne weiteres neben den neuen Digitalreceivern oder DVB-Karten im PC vorhandene Komponenten wie analoge Satellitenreceiver oder ADR-Receiver für eine Übergangszeit weiter verwendet werden. Unser Umrüstvorschlag erlaubt einen solchen Mischbetrieb. Dies gilt allerdings nicht für den LNB, Multischalter und die Kabeltrassen, die nicht digitaltauglich sind.
Sofern die Teilnehmerzahl nicht bei der Umrüstung erhöht wird, kann die Antenne weiter benutzt werden. Bei mehr als vier Teilnehmern sollte zur Erhöhung des verfügbaren Signalpegels für das Verteilsystem mindestens eine 80 cm-Schüssel montiert werden, für eine Einzelanlage reichen 60 cm.
Als zentrale und wichtigste Umrüstmaßnahme muß der LNB gegen einen digitaltauglichen Universal-LNB ausgetauscht werden.
Bei gleicher Teilnehmerzahl kann die bestehende Verkabelung weiter verwendet werden, sofern sie digital-tauglich ist. Einen Sondeffall stellt die Anlage mit vier Teilnehmern dar. Hier gibt es einen neuen Typ von UniversalQuatro-LNB, der nicht wie bisher üblich vier feste Signalausgänge für einen nachfolgenden Multischalter aufweist, sondern ähnlich wie beim UniversalTwin-LNB vier voneinander unabhängige und vollwertige LNBs enthält. Dadurch kann ein Multischalter entfallen, die Satellitenreceiver (digital, analog, ADR) werden also direkt an den LNB angeschlossen.
Bei absehbarer Steigerung der Teilnehmerzahl sollte gleich ein digital-tauglicher Multischalter mit vier Eingängen beispielsweise für acht Ausgänge (Teilnehmer) eingeplant werden. Moderne Multischaltersysteme sind modular ausbaufähig und können mit einer Modulkapazität von vier oder acht Teilnehmern über ein Bus-system auf große Teilnehmerzahlen bis hin zu 100 erweitert werden, ohne dass die bisher bereits vorhandenen Komponenten geändert werden müssen. Für Multischaltersysteme wird der oben erwähnte Universal-QuatroLNB mit vier festen Ausgängen benötigt, er arbeitet stabiler.
Soll neben dem Astra-System ein zweiter Satellit über eine Dual-FeedSchüssel oder eine zweite Schüssel empfangen werden, wird ein digital-tauglicher Multischalter mit acht statt vier Eingängen benötigt. Beim Kauf des Digitalsatellitenreceivers muss unbedingt darauf geachtet, dass dieser Steuersignale für die Anwahl des zweiten Satelliten anbietet, da die Kombination der Steuersignale 22 kHz und Gleichspannungen 13/18 V bereits für die Frequenzbandumschaltung und Polarisationsauswahl verwendet wird.


Digitaltaugliches Kabelnetz mit geringer Dämpfung


Sofern das Kabelnetz des umzurüstenden Satellitenempfangs- und Verteilsystems vom Grad der Schirmung und der Dämpfung den Anforderungen entspricht (Schirmungsmaß > 85 dB, Dämpfung 30,2 dB/100 m bei 2 400 MHz; 16,3 dB/100 m bei 800 MHz oder besser), kann es weiter verwendet werden, anderenfalls ist ein Austausch unverzichtbar.
Wie man der obigen Dämpfungsspezifikation entnehmen kann, ist die Kabeldämpfung am oberen Bandende (2400 MHz beziehungsweise 2 150 MHz) mit rund drei dB pro zehn Meter deutlich höher als die Dämpfung am unteren Bandende (950 MHz) mit 1,6 dB. Das frequenzabhängige Dämpfungsverhalten erzeugt unterschiedliche Signalpegel, die so genannte Schräglage des Signals Mit besonderen Verstärker- und Entzerrerelementen vor dem Multischalter kann man diese Schräglage in gewissem Maße ausgleichen.
Für die Umrüstung des Satelliten-empfangs- und Verteilsystems sollte auf keinen Fall bei der Qualität des Kabelmaterials gespart werden.

Für die Ümrüstung zu einer digitaltauglichen Satelittenempfangs- und Verteileranlage ist der Fachmann gefragt



DVB-Digitalreceiver und DVB-Karten für den PC


Es gibt Digitalreceiver, die ausschließlich für den Free-TV-Empfang geeignet sind. Will man verschlüsselte Pay-TV-Programme wie Premiere World empfangen, braucht man einen Digitalreceiver mit einem Kartenleser für Smart-Cards und einen Decoder für die Entschlüsselung. Mit einer DVB-Karte kann man Daten aus dem Internet nach dem offenen Standard DVB über Satellit empfangen und abspeichern, deren Datenrate bis zu 6 Mbit/s beträgt - beinahe die hundertfache Geschwindigkeit gegenüber ISDN mit 64 kbit/s. Die Anforderung der Daten im Internet erfolgt über einen normalen Telefonanschluss (ISDN oder Modem 56 kbit/s).
Sehr praktisch ist das Download-Verfahren von Europe Online. Man fordert die gewünschten Daten über ISDN oder Modem an und erhält ein Zeitfenster zugewiesen, wann der Satellit die Daten schickt. Die Modem-verbindung kann nun abgebrochen werden, der PC muss während des Zeitfensters eingeschaltet und empfangsbereit sein. Schließlich werden die Daten vom Satelliten mit einer Datenrate von zwei Mbit/s gesendet, eine Datei mit fünf MByte wird in nur 20 sek. übertragen, bei ISDN würde es zehn Minuten dauern.
DVB-Digitalreceiver oder DVBKarten für den PC besitzen einen LNB-Ausgang, an den ein vorhandener Analogreceiver oder ADR-Receiver angeschlossen werden kann. Befindet sich der Digitalreceiver im Standby-Betrieb, wird das Signal vom LNB zum angeschlossenen Analogreceiver durchgeschleift. Bei Verwendung eines Multischaltersystems sind Receiver aller Art (digital, analog, ADR, PC-Karten) ohne Probleme im Mischbetrieb einsetzbar.



Fazit:

Für die Umrüstung auf digitalen Satellitenempfang wird ein versierter Fachmann benötigt. Neben der Lieferung und Montage der digitaltauglichen Komponenten winkt das Geschäft mit Digitalreceivem, die Vermittlung von Pay-TV-Abonnements, Online-Verträgen und PC-Karten. Dazu kommen Service- und Einstellarbeiten an der Außeneinheit.

Auf keinen Fall sollte die Entwicklung der Datenübertragung für Privatkunden und Unternehmen unterschätzt werden. Sie wird explosionsartig anwachsen, besonders, wenn in diesem Jahr erste rückkanalfähige Schüsseln auf dem Markt kommen, die zum Satelliten senden können und das kostspielige Nadelöhr ,,Telefon/Modem" ersetzen